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Volles Haus bei der Premiere des Fokus Rind


(Ein voller Saal)


Fokus Rind: Trend zu GVO-freien Produkten hält an
Erstmalig veranstaltete die BRÖRING Unternehmensgruppe die Fachveranstaltung Fokus Rind. Der Weltmarkt für Milch, GVO-freie Produkte, Planungssicherheit für niedersächsische Milcherzeuger sowie die neue Düngeverordnung waren die Themen, die über 300 Landwirte nach Spohle reisen ließen.  

Dr. Norbert Prang, Spartenleiter Rind, begrüßte die Gäste.

Anschließend stellte Rainer Dullweber, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing, die BRÖRING Unternehmensgruppe sowie die Sparte Rind vor.

Dr. Klaus Hein, Direktor Landwirtschaft bei der DMK Deutsches Milchkontor GmbH in Bremen gab einen Überblick über den Milchmarkt in 2018. Nach diversen Umstrukturierungsschritten sieht er das DMK jetzt gut aufgestellt. Wichtigstes Produkt sei der Käse mit über 100.000 t aufgeschnittene Ware unter den Marken Milram, Osterland und in Holland DOC, wichtigstes Trendprodukt sei der Skyr. 40 % der Produktion gingen in den Export (EU und Drittländer), dessen Aussichten Dr. Hein sehr positiv bewertete. Der Trend zu GVO-Produkten, also Produkten aus Milch, die ohne gentechnisch verändertes Futter produziert wurde, halte weiter an, wobei dies nur in Deutschland ein so großes Thema sei und eindeutig vom Lebensmitteleinzelhandel getrieben sei.
Nach dem kurzen Preishoch zu Ende 2017 sänken die Milchpreise zum Teil wieder deutlich. Die EU-Milchmengen lägen deutlich über denen des Vorjahres. Für 2018 sieht er die Butterpreise wieder ansteigen, ebenso die Käsepreise, wobei Unsicherheit darüber herrsche, wie nachhaltig diese Entwicklung ist. Der Markt für Konsummilch entwickle sich immer mehr zum Verdrängungsmarkt, da der Verbrauch leicht rückläufig sei. Für die Interventionsbestände an Magermilchpulver soll es ab März 2018 ein Tender-Verfahren geben. Der Preisdruck auf Magermilchpulver bleibe vorerst bestehen. Schließlich wies er auf das neue IG-Milchbarometer der Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM) hin, welches Signale zur möglichen Entwicklung des Milchmarkts schneller ermittelt und weitergibt und damit für mehr Transparenz auf dem Milchmarkt sorgen will.

Große Erwartungen an neue Regierung
Die neue niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast versprach den anwesenden Landwirten, für gute Rahmenbedingungen zu sorgen, so dass sie auf ihren Betrieben gut wirtschaften könnten. Derzeit, sie ist jetzt drei Monate im Amt, verschaffe sie sich in vielen Gesprächen mit unterschiedlichsten Organisationen einen Überblick über die Probleme des Landes, um sich dann den drängendsten Problemen zu widmen. Sie verspüre einen erheblichen Redebedarf im Land und große Erwartungen an die neue Landesregierung. Negativ musste sie die Frage des Publikums nach der Weideprämie beantworten, da das Geld dafür – 30 Millionen Euro – von ihrem Vorgänger nicht in den Haushalt eingestellt worden sei und die Aussicht, dies über den Nachtragshaushalt zu finanzieren sei gleich Null. Außerdem beobachte sie bei jungen Landwirten eher den Wunsch nach mehr langfristiger Planungssicherheit als nach mehr Prämien. Ein wichtiges Anliegen sei ihr die Anpassung der neuen Dünge-Verordnung, da dieses Gesetz ihrer Meinung nach noch nicht ganz zu Ende gedacht sei. Zum Beispiel müsse Wirtschaftsdünger in die Ackerbauregionen gebracht werden, denn schließlich käme ja auch das Futter von dort in die viehstarken Regionen. Dies wäre eine Lösung für die Nährstoffüberschüsse, unter denen einige Landkreise in Niedersachsen leiden. Zudem könne durch die bessere Verwertung der Gülle der Mineraldüngerverbrauch gesenkt werden.  Ein großes Anliegen sei es ihr, die Bevölkerung wieder besser über die Erzeugung von Nahrungsmitteln aufzuklären. Dafür plane sie die Gründung eines Zentrums, in dem sich alle bereits vorhandenen Kräfte zu diesem Thema bündeln können.

Umstellung auf GVO-freie Fütterung ohne Leistungseinbußen möglich
Der landwirtschaftliche Berater Johannes Thomsen aus Schleswig-Holstein beschäftigte sich in seinem Vortrag mit den Auswirkungen der GVO-freien Fütterung auf die Futterkosten und die Rationszusammenstellung. Insgesamt stellten die Futterkosten den größten Anteil der Produktionskosten dar. Die GVO-freie Fütterung verteuere die Futterration, da GVO-freies Soja teurer sei, deshalb seien die Zuschläge seitens der Molkerei wichtig. Die Zuschläge schwanken zwischen 0,25 bis 1 Cent je kg Milch. In Schleswig-Holstein haben einige Molkereien, wenn alle  Mitgliedsbetriebe umgestellt sind, den Zuschlag nicht mehr gesondert ausgewiesen. Das sei beim Vergleich der Auszahlungspreise zu berücksichtigen. In der Regel sei die Umstellung der Ration ohne Leistungsminderung möglich. Als Ersatz für das GVO-Soja werde häufig Raps genommen, doch um die Vorgaben der neuen Dünge-VO einzuhalten sei es schwierig, Rapsextraktionsschrot in der Ration zu nutzen, da Raps sehr viel Phosphor enthalte und Betriebe dadurch unter Umständen ihre P-Grenzen überschreiten. Es müsse jetzt viel mehr analysiert und berechnet werden, sowohl in der Rationszusammenstellung als auch bei Boden- und Gülleanalysen. Er empfahl, so schnell wie möglich die Stoffstrombilanz für den Betrieb zu rechnen um einen Überblick zu bekommen, wo man steht. Liegt man oberhalb der Stickstoff- und Phosphorgrenzen, müsse man entweder die Fütterung anpassen, Gülle abgeben, Flächen kaufen oder die Tierzahl reduzieren. Lösungen der Firma Bröring über das BOVA-Rinderfutterprogramm speziell für die GVO-freie Fütterung (Link zu http://www.broering.com/sortiment/milchvieh/milchvieh.php) hob er lobend hervor.


Bild mit Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: Rainer Dullweber, Johannes Thomsen, Dr. Klaus Hein, Dr. Norbert Prang (v.l.n.r.)